Die ersten Minuten
Der größte Teil des Schadens nach einem Sturz ins Wasser stammt nicht vom Wasser, sondern von dem, was danach passiert. Strom, der durch nasse Schaltungen fließt, zerstört Bauteile — und genau das geschieht, wenn jemand das Ladekabel ansteckt, um zu prüfen, ob noch alles geht.
- Sofort herausholen und mit dem Display nach oben halten.
- Ist es an, lassen Sie es an; ist es aus, schalten Sie es nicht ein.
- Gehäuse mit einem weichen Tuch abtrocknen, ohne über die Öffnungen zu reiben.
- Hülle, SIM-Karte und angeschlossenes Zubehör entfernen.
- Kein Ladekabel anschließen. Auch nicht zum Testen.
Danach hilft nur eines wirklich: Zeit in bewegter Luft.
Was man nicht tun sollte, so naheliegend es wirkt
Reis funktioniert nicht. Er zieht keine Feuchtigkeit aus einem verschlossenen Gerät und gibt zusätzlich Staub und Stärke ab, die in die Öffnungen gelangen. Ein Föhn drückt das Wasser tiefer hinein, und die Hitze verformt Kleber und Dichtungen. Druckluft macht dasselbe, nur kräftiger.
Kräftiges Schütteln bringt ebenfalls nichts: Wasser, das in einem Audiohohlraum saß, verteilt sich dann dorthin, wo vorher keines war.
Ein nasses Handy zu erwärmen ist der schnellste Weg, aus einem Trocknungsproblem ein Reparaturproblem zu machen.
Wo der Ton ins Spiel kommt
Der Ton löst ein eng umrissenes, kleines Problem: Tropfen im Lautsprecherhohlraum, die Musik und Anrufe dumpf klingen lassen. Er trocknet das Innere nicht, reinigt den Anschluss nicht und macht keinen elektrischen Schaden rückgängig.
Sinnvoll ist er, wenn der Lautsprecher noch spielt, der Klang sich direkt nach Kontakt mit klarem Wasser verändert hat und das Gehäuse trocken ist. Nicht sinnvoll, wenn der Lautsprecher völlig stumm ist, wenn Salz-, Pool- oder Schmutzwasser im Spiel war, oder wenn sich das Gerät sonst merkwürdig verhält.
Wann Sie aufhören und in die Werkstatt sollten
Einige Zeichen sprechen dafür, dass es nicht mehr um einen Tropfen im Lautsprecher geht:
- Flecken, Streifen oder tote Bereiche auf dem Display;
- das Gerät wird warm, obwohl es nicht benutzt wird;
- der Akku fällt schlagartig ab oder das Handy startet von selbst neu;
- sichtbare Korrosion oder ungewöhnlicher Geruch am Anschluss;
- die Flüssigkeit war Meerwasser, Poolwasser oder ein Getränk.
Je früher in diesen Fällen jemand das Gerät öffnet und Rückstände entfernt, desto größer die Chance für die Platine. Töne helfen hier überhaupt nicht.
Fragen zu ein Handy im Wasser
Darf ich laden, wenn das Gehäuse trocken ist?+
Warten Sie. Der Anschluss muss innen trocken sein, und das dauert meist Stunden. Meldet das Handy Flüssigkeit im Anschluss, nehmen Sie die Warnung ernst — sie existiert genau, um Schäden durch Strom zu verhindern.
Wie lange sollte ich warten, bevor ich es normal nutze?+
Bei wenig klarem Wasser reichen meist ein paar Stunden. Nach einem Untertauchen lassen Sie es 24 bis 48 Stunden mit dem Anschluss nach unten in bewegter Luft trocknen.
Mein Handy ist wasserdicht. Muss ich mir trotzdem Sorgen machen?+
Wasserdicht ist es nicht, wassergeschützt schon — und Dichtungen altern. Zertifizierungen entstehen im Labor, mit klarem Wasser und neuen Geräten. Salzwasser, Seife und Druck gehören nicht dazu.
Der dumpfe Klang war nach einem Tag von selbst weg. Ist das normal?+
Ja, das ist häufig. Restwasser im Hohlraum verdunstet, und der Klang kehrt zurück. Wird es nach ein paar Tagen wieder dumpf, ist entweder noch Feuchtigkeit da oder bereits Rückstand.